Montag, 6. Februar 2017

Sicherheit von Daten im Konflikt


Wenn es um die Arbeit von Journalisten und Fotografen in Konflikten und Kriegen geht, dann steht neben den Schwierigkeiten bei Recherche und Produktion von Bildmaterial meist die physische Sicherheit als Thema im Vordergrund. Dies ist insofern zutreffend, als dass der Journalismus in Krisenregionen ein gefährliches Geschäft ist. Eher selten wird thematisiert, dass auch die Daten der Journalisten, seien es Audio-, Bild oder Filmdateien eine Gefahr darstellen können. Dies gilt sowohl für die Urheber dieser Daten als auch diejenigen die in diesen Daten als Zeugen oder Quellen vorkommen. Einen neuen Anlauf, das Thema ernster zu nehmen haben 150 Fotografen und Kameraleute gestartet und einen offenen Brief an die Kamerahersteller Nikon, Olympus und Sony geschrieben, in der sie eine Datenverschlüsselung für professionelle Kameras fordern.

Initiiert wurde der offene Brief (https://www.documentcloud.org/documents/3238288-Camera-Encryption-Letter.html) von der Freedom of the Press Foundation (FPF) (https://freedom.press/news/over-150-filmmakers-and-photojournalists-call-major-camera-manufacturers-build-encryption-their-cameras/) aus San Francisco. Zu den Erstunterzeichnern gehörten bekannte Fotograf_innen wie Lynsey Addario, Susan Meiselas oder Abbas vom der Agentur Magnum. Begründet wurde das Ansinnen damit, dass das Konfiszieren von Kameras mittlerweile zu einem alltäglichen Repressionsinstrument gegenüber Fotojournalist_innen und Kameraleuten geworden ist. Da professionelle Kameras nicht standardmäßig mit Verschlüsselungssoftware ausgestattet sind, gelangen somit Bilder und Videos immer wieder in die falschen Hände.

Der komplette Artikel mit Statements zum Thema von deutschen Fotografen findet sich auf dem Portal M Online der DJU in ver.di.

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