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Dienstag, 11. Februar 2020

Der Journalismus und die Kriegsfotografie

Die Kriegsfotografie ist ein Feld des Journalismus, das nur selten beleuchtet wird. In Kooperation mit FREELENS, dem Berufsverband für Fotojournalisten und Fotografen, widmet das EJO ihr einen Schwerpunkt.

Als Roger Fenton 1855 die ikonische Kriegsfotografie “Valley of the Shadow of Death” im Krim-Krieg produzierte, war es noch nicht möglich, Fotografien in der Zeitung zu drucken. Heute hingegen sind Kriegsfotografien ein elementarer Bestandteil der gedruckten Presse. Foto: Roger Fenton.


Die Beziehung zwischen Kriegsfotografie und dem Journalismus ist fast so alt wie die Möglichkeit, Pressefotografien in Zeitungen zu drucken. Fast ebenso so alt sind die Diskussionen über Konventionen des Zeig- und Darstellbaren sowie die Rolle von Kriegsfotograf*innen. Als Medium zur visuellen Vermittlung von kriegerischen Ereignissen, die meist nicht im direkten Umfeld der Konsument*innen stattfinden, hat die Kriegsfotografie bis heute eine immanent wichtige Bedeutung. Gleichwohl haben sich unter den Vorzeichen der digitalen Transformation des Journalismus wie auch der Modernisierung der Kriegsführung deren Bedingungen geändert. 

Während sowohl der Medienjournalismus als auch eine mit berufspraktischen Fragestellungen befasste Journalismusforschung in Deutschland eine lange Tradition haben, werden dort die visuelle Kommunikation bzw. der Fotojournalismus meist stiefmütterlich behandelt. Wenn dieses Feld überhaupt thematisiert wird, dann meist ausgehend von bildethischen Debatten um Ikonen der Pressefotografie, wie etwa um das Bild des toten Flüchtlingsjungen Aylan Kurdi. Eine Reflexion über berufspraktische Fragestellungen sowie die strukturellen Bedingungen fotojournalistischer Arbeit findet jedoch oft nicht statt. Gleiches gilt für eine vertiefte Beschäftigung mit der fotografischen Berichterstattung aus Kriegs- und Krisenregionen. 

Um zu verstehen, was Kriegsfotografie im 21. Jahrhundert auszeichnet, hat FREELENS e.V., der Verband für Fotograf*innen und  Fotojournalist*innen dem Thema einen Online-Schwerpunkt gewidmet. Seit Anfang 2019 erscheinen regelmäßig extra für den Schwerpunkt produzierte Artikel, die das Thema von unterschiedlichen Seiten beleuchten. In Kooperation mit dem European Journalism Observatory werden hier in den kommenden zwei Monaten sechs ausgewählte Artikel erneut publiziert. Im Vordergrund steht dabei eine Reflexion der Berufspraxis von Kriegsfotograf*innen sowie des Umgangs mit dem Bildmaterial bei deutschen Bildagenturen und Nachrichtenredaktionen. 

Mit dieser Kooperation verfolgen FREELENS und das EJO das Ziel, eine Debatte um die Bedingungen und die Herausforderungen zeitgenössischer Kriegsfotografie anzustoßen. Ausgehend von der Frage, was sich eigentlich hinter dem Label „Kriegsfotografie“ verbirgt, kommen dabei vor allem die fotojournalistischen Akteur*innen selbst zu Wort. In Zeiten, in denen die Kriegsfotografie vor allem von prekarisierten fotojournalistischen Akteur*innen übernommen wird, erscheint dies wichtiger denn je. Damit soll ein Beitrag zur Qualitätssicherung in einem selten beleuchteten Feld des Journalismus geleistet werden.

Der Text erschien zuerst auf dem Portal European Journalism Observatory.

Mittwoch, 6. Juni 2018

Krieg und Gewalt als Zirkelschluss


Unter dem Titel "Zirkelschluss" zeigt das Kasseler Museum für Sepulkralkultur drei fotografische Arbeiten, die sich mit dem Themenkomplex Fotografie und Krieg beschäftigen. Unter "Zirkelschluss" verstehen die Macher der Ausstellung den Teufelskreis, der aus der Logik von Gewalt entsteht: "Mein Feind ist böse, und weil er böse ist, ist er der Feind". Die Ausstellung präsentiert künstlerische Auseinandersetzungen "mit den Folgen eines Denkens in diesen Kategorien". Zu sehen ist die Arbeit "Targets" von Herlinde Koelbl, mit der sie dokumentiert, worauf Soldaten schießen, die Serie "The Afghans" von Jens Umbach mit großformatigen Porträts von Menschen, die in der Nähe von Bundeswehrcamps in Afghanistan leben und die Projekte "#Strike" und "#Surveillance" von Dieter Huber.



Zu sehen sind die Arbeiten in den temporären Ausstellungsräumen des Museums, die eine tolle Atmosphäre haben und grandiose Ausblicke auf das Fuldatal ermöglichen. Alle drei Arbeiten stellen für sich genommen spannende künstlerisch-fotografische Positionen auf den Gegenstand Konflikt und Gewalt dar. Wobei hervorzuheben ist, dass die Arbeit von Koelbl in Kassel als Videoinstallation präsentiert wird. Koelbl's Arbeit arbeitet gut die Routinen des militärischen Trainings auf Schießständen heraus und zeigt, welch unterschiedliche Gegenstände als Zielscheiben genommen werden, was zum Teil absurd anmutet. Umbach setzt afghanische Zivilisten in tollen Schwarz-Weiß-Aufnahmen vor einem weißen Hintergrund in Szene und ermöglicht es dem Betrachter, sich den Menschen unvoreingenommen zu nähern. Und Dieter Huber zeigt mit #Strike wie Einschusslöcher zu ästhetischen Artefakten werden können.

Gleichwohl zeigt die Ausstellung jedoch, wie Schwierigkeit der kuratorische Umgang mit dem Thema ist. So wirft der kuratorische Text einige spannende Fragen auf: "Wie kann ich mich schützen? Was darf ich präventiv tun, um mich zu verteidigen? Wie verhindere ich, dass mein Schutzbedürfnis andere bedroht und sie zur Aufrüstung drängt?" Gleichzeitig thematisieren die gezeigten Positionen diese Fragen, wenn überhaupt, nur am Rande. Des weiteren verlieren die Arbeiten extrem an Kraft, da sie ohne jegliche textliche Kontextualisierung präsentiert werden. Nur im Ausstellungsflyer finden sich zu jeder Arbeit zwei kurze Sätze was zu wenig ist, um die Arbeiten zu verstehen. So werden vor allem die Arbeiten von Umbach und Huber ausschließlich auf ihre – zugegebenermaßen sehr ästhetische – äußere Form reduziert. Insofern ist die Ausstellung selbst im Zirkelschluss gefangen, dass die Präsentation von fotografischen Positionen im White Cube eines Galerieraumes ausreicht, um Bedeutung zu produzieren.

Mittwoch, 28. März 2018

Unresolved: Israel/Palästina in neuem Licht


Meinrad Schade ist einer der wichtigsten, zeitgenössischen Dokumentarfotografen der Schweiz. Nachdem er 2015 bereits das viel beachtete Fotobuch "Krieg ohne Krieg" veröffentlichte, mit dem er seine zehnjährigen Recherchen im Kaukasus abschloß, folgte jetzt ein weiteres Buch über seine Arbeit in Israel/Palästina.

"Unresolved" ist wie der vorherige Band im Schweizer Verlag "Scheidegger&Spieß" erschienen. Das Projekt war dabei eine Art Fortsetzung seiner bisherigen Arbeiten.  "Die Situation, wie man sie vor allem in der Westbank findet, ist eigentlich ein perfektes Versuchslabor für den Zustand von Krieg ohne Krieg, wie ich ihn suche", so erzählte er mir 2016 in einem Interview. Mehrere Jahre weilte er in mehrwöchigen Aufenthalten in der Region und bereiste das Land zusammen mit israelischen und palästinensischer Stringern von Norden nach Süden und Westen nach Osten.

 
Der Band erscheint pünktlich zum 70-jährigen Jubiläum der Staatsgründung Israels, die 2018 begangen wird. Gleichzeitig gedenken die Palästinenser zum 70. Mal der Nakba (arabisch für Katastrophe/Unglück), der Vertreibung aus ihren Siedlungsgebieten. Die politische und gesellschaftliche Situation im heutigen Israel, im Westjordanland, im Gazastreifen und auf dem Golan ist seit sieben Jahrzehnten ungelöst, weshalb man gemeinhin auch vom ungelösten israelisch-palästinensischen Konflikt spricht. Schades in den vergangen 5 Jahren fotografierter Fotoessay untersucht, wie sich der Konflikt in der Landschaft und im urbanen Raum niederschlägt und sich symbolhaft im Alltag zeigt. Ausführliche Bildlegenden in Deutsch, Englisch, Hebräisch und Arabisch beleuchten die Hintergründe. Die unterschiedlichen Leserichtungen von Deutsch/Englisch und von Hebräisch/Arabisch machen das Buch von zwei Seiten lesbar.

Meinrad Schade, 1968 in Kreuzlingen geboren, arbeitet seit 2002 als selbstständiger Fotograf. Nach einem Studium der Biologie an der Universität Zürich machte er 1997/98 eine Ausbildung zum Fotografen im Rahmen der Gruppe Autodidaktischer FotografInnen (GAF) in Zürich und 1999/2000 am Medienausbildungszentrum (MAZ) in Luzern. Er wurde unter anderem mit dem Swiss Photo Award (2011) und mit dem ewz.selection-Preis in der Kategorie «Redaktionelle Fotografie» (2011) sowie mit dem n-ost Reportagepreis in der Kategorie «Fotoreportage» (2013). Sein erstes Fotobuch "Krieg ohne Krieg" wurde 2016 mit dem DeutschenFotobuchpreis 2016 in Silber in der Kategorie Konzeptionell-Künstlerischer Fotobildband ausgezeichnet.


Die offizielle Buchpräsentation findet am Freitag den 6. April 2018 um 19 Uhr in der Buchhandlung "Never Stop Reading" in Zürich statt. Mit dabei sind Meinrad Schade, Shelley Berlowitz und Firas Abdelhadi. Moderiert wird der Abend von Nadine Olonetzky vom Verlag Scheidegger & Spiess.


Unresolved
Fotografien und Texte von Meinrad Schade
1. Auflage 2018
Texte in Deutsch / Englisch / Hebräisch / Arabisch
24 x 19.5 cm, Gebunden 188 Seiten, 152 farbige Abbildungen
ISBN 978-3-85881-808-9, 48,- Euro

Freitag, 27. Oktober 2017

Fotojournalismus aus lokaler Perspektive


Wer erzählt was über wen? Wer hat das Mandat, Bilder zu machen und diese zu vertreiben? Was sind relevante Bilder und Perspektiven, was nicht? All dies sind Fragen, die seit vielen Jahren die Fotokritik begleiten und vor allem, wenn es um Bilder aus außereuropäischen Regionen geht, auch aus einer post-kolonialen Perspektive große Relevanz haben. Von daher sollte grundsätzlich jeder Ansatz willkommen geheißen werden, der nicht-westliche fotografische Perspektiven präsentiert.

In dieser Hinsicht bieten der Herbst und Winter einige spannende Optionen. Während in Berlin noch bis zum 12. November in der Galerie FhochDrei der Gesellschaft für Humanistische Fotografie (GFHF) der Blick auf zeitgenössische Fotografie aus der Türkei gerichtet wird – unter anderem mit Bildern des sehr spannenden und vielseitigen Fotografenkollektives NarPhotos – zeigt das Prager Dox Center for Contemporary Art die Ausstellung "Over my Eyes: Stories from Iraq" mit Arbeiten irakischer Fotografen. Das Dox Center hat bereits 2014 mit der Ausstellung "This Place" einen ungewöhnlichen fotografischen Blick auf Israel/Palästina gelegt.

Blick in die Ausstellung im Dox Center for Contemporary Art in Prag


Die aktuelle, noch bis Anfang Januar 2018 Ausstellung zeigt vor allem Arbeiten von Fotografen der 2009 gegründeten irakischen Agentur Metrography. Konzipiert wurde die Ausstellung von DARSTprojects, einem Projekt zur Förderung zeitgenössischen dokumentarischen Erzählens, unter Leitung der italienischen Fotografen Stefano Carini und Dario Bosio, die beide einige Jahre als Bildredakteure für Metrography arbeiteten. Bildlich und inhaltlich erzählt die Ausstellung vom Alltag der Menschen abseits tagesaktueller Medienereignisse und gibt damit den Blick auf einen anderen, weniger bekannten Irak frei.

Ein wichtiges Element der Ausstellung ist auch das interaktive Onlineprojekt "Map of Displacement". Über zwölf Geschichten wird die Situation irakischer Binnenflüchtlinge erzählt, deren Flucht vor allem vom Krieg gegen den Islamischen Staat ausgelöst wurde und deren Zahl mit bis zu 3 Millionen angegeben wird. "Map of Displacement" ist eine Kollaboration zwischen den Fotografen von Metrography, dem Editorial-Team der Agentur sowie verschiedenen Textern aus der ganzen Welt.

Für die Vernissage im September wurden die an der Ausstellung beteiligten Fotografen wurden die Fotografen nach Prag eingeladen. In diesem Zusammenhang ist spannendes Hintergrundmaterial entstanden. So finden sich auf dem VIMEO-Kanal des Dox Center for Contemporary Art Interviews mit einzelnen Fotografen der Ausstellung sowie die Aufzeichnung einer sehr interessanten Podiumsdiskussion mit allen beteiligten Fotografen sowie den Kuratoren der Ausstellung.

Discussion with the authors of OVER MY EYES from DOX Centre for Contemporary Art on Vimeo.


Donnerstag, 22. Juni 2017

Von der Fotografie als Protest


Der israelisch-palästinensische Konflikt ist nicht nur einer der am längsten schwelenden internationalen Konflikte, er ist auch ein – häufig sehr umstrittenes – Thema der Nachrichten, insbesondere wenn es um Bilder geht. Oft geht es dabei um die Frage, wo Dokumentation aufhört und wo Aktivismus beginnt, wie subjektiv die Fotografen sein dürfen und ob Bilder manipuliert wurden. Einen klaren Punkt in dieser Debatte setzt das Buch "Activestills – Photography as Protest in Israel/Palestine".



Wie der Titel schon verrät, ordnet das im englischen Verlag Pluto Press erschienene Buch die Arbeit des Fotografenkollektivs "Activestills" als eine Form des Protests ein. Dies ist insofern geschickt, als dass damit zum einen ein klares Branding vorgenommen wird, zum anderen bestimmte Fragestellungen bzgl. des Verhältnisses von Subjektivität und Objektivität der Fotografen geschickt umgangen werden. Was die Fotografen des Kollektivs verbindet, ist ihre politische Vision. Angelegt ist dies schon im Gründungsgedanken der Gruppe, die sich im Jahr 2005 rund um die Dokumentation der Protest des palästinensischen Dorfes Bi'lin gegen den Bau der Sperranlage gebildet hat.
 
Im Laufe der 12 Jahre gab es wachsende Konstellationen des Kollektivs. Heute besteht es aus 10 internationalen, israelischen und palästinensischen Fotografen. Verändert hat sich der Fokus der Arbeit, der weg von den wöchentlichen Demonstrationen in der Westbank hin zu sozialen Themen und Kämpfen in Israel sowie zu anderen politischen Themen in Bezug zum israelischen Besatzungsregime ging. Auch die Arbeit des Kollektivs hat sich professionalisiert, bspw. über ein sehr umfangreiches Online-Archiv, ohne dass das Kollektiv sich damit in Richtung einer Foto-Agentur mit Vermarktungszielen entwickelt hätte. So ist die Nähe zu den sozialen Bewegungen und dem zivilen Widerstand ist geblieben, wenn nicht gar durch langjährige gemeinsame Praxis gewachsen.

Das mit 320 Seiten sehr umfangreiche Buch wurde aus Anlass des 10-jährigen Bestehens des Kollektivs publiziert. Auch wenn es viele Fotografien beinhaltet, ist es kein klassisches Fotobuch. Es ist in zwei Teile gegliedert, "Active" und "Stills". In beiden Teilen finden sich zu Beginn eher akademisch zu nennende Texte von versierten Autoren wie Ariella Azoulay, Vered Maimon, Meir Wigoder oder Simon Faulkner über Themen wie das Verhältnis von Protest und Fotografie, alternative Medien und fotografische Archive. Im ersten Teil gibt es dann je einseitige Statements von Aktivisten zur Arbeit des Kollektivs, während der zweite Teil die einzelnen Mitglieder des Kollektivs zu Wort kommen lässt.

Ein Beispiel für die Zirkulation der Bilder von Activestills innerhalb der politischen Bewegungen in der Region.

© Activestills


Innerhalb der publizistischen Landschaft zum Thema Fotografie und Israel/Palästina ist das Buch eine erfrischende Publikation. Geschickt führt es eine Vielzahl von akademischen und politischen Stimmen zusammen und zeichnet auf eindrückliche Weise die Bedeutung des Kollektivs für die sozialen Bewegungen der Region und den zivilen Widerstand gegen die israelische Besatzungspolitik nach. Toll ist zu sehen, wie in diesem Buch Kommentare von Vertretern der verschiedensten Bevölkerungsgruppen der Region Seite an Seite stehen und damit aufzeigen, dass ein gemeinsamer politischer Kampf möglich ist.

Vered Maimon/Shiraz Greenbaum: Activestills – Photography as Protest, London: Pluto Press, 320 Seite, ISBN: 978-0745336695, 24 Euro.

Webseite des Kollektivs: www.activestills.org


Montag, 19. Juni 2017

Autoreninterview zu "Fotoreporter im Konflikt"


Zu meinem im März bei transcript erschienen Buch ist auf der Webseite des Verlags ein kurzes Autoreninterview erschienen, dass ich an dieser Stelle teilen möchte. Es gibt einen kurzen Hintergrund zum Buchprojekt.


Warum ein Buch zu diesem Thema?

Wir sind tagtäglich von journalistischen Bildern umgeben, wissen aber viel zu wenig über deren Entstehungsbedingungen. Dazu kommt, dass der Nahostkonflikt sehr kontrovers diskutiert wird und nicht selten Manipulationsvorwürfe an Medien und vor allem an Bilder aus der Region gerichtet werden. Hier genauer hinzuschauen, erschien mir notwendig.

Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Mein Buch zeichnet sich durch eine doppelte Perspektive auf den Fotoreporter als Akteur aus. Aus einer konfliktwissenschaftlichen Perspektive geht es um den Fotoreporter als Akteur im Konflikt, aus  einer kommunikationswissenschaftlichen Perspektive um den Fotoreporter als Kommunikator. Die Kombination der beiden Perspektiven ermöglicht, fotojournalistisches Handeln im Konflikt umfassend zu diskutieren.

Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

In aktuellen Debatten um Fotojournalismus und Kriegsfotografie lässt sich eine starke Fokussierung auf das Einzelbild beobachten, wodurch die sozialen Praktiken, die konstitutiv für die zu diskutierenden Bildwelten sind, weitgehend aus dem Blick geraten. Genau diese Praktiken sind Gegenstand meiner Forschung und wurden in Form einer Kommunikatorstudie herausgearbeitet.

Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit den Protagonisten und Protagonistinnen des Buches, die sich die Zeit genommen haben, mir aus ihrer Erfahrung im internationalen Fotojournalismus in Israel/Palästina zu erzählen.

Ihr Buch in einem Satz:

Die Strukturen des Fotojournalismus und damit auch das Handeln der Akteure ist immer abhängig vom politischen System und dessen Herrschaftsstrukturen.

Wessen Interesse nun geweckt ist und wer einen detaillierteren Einblick in das Buch über den internationalen Fotojournalismus in Israel/Palästina bekommen möchte, der findet unter diesem Link eine kleine Leseprobe.

Freitag, 16. Juni 2017

Vortrag "Fotoreporter im Konflikt"


Auf Einladung der Offenen Fachhochschule der FH Dortmund habe ich am 28. April 2017 über das Thema "Fotoreporter im Konflikt - Der internationale Fotojournalismus in Israel/Palästina" referiert. Der Vortrag fand am Fachbereich Design statt und war gleichzeitig die Vorstellung meiner im transcript Verlag erschienenen Dissertation. Hier findet sich der Vortrag in voller Länger zum Anschauen.


Dienstag, 9. Mai 2017

Symposium "Images in Conflict"


Der Hannoveraner Studiengang "Fotojournalismus und Dokumentarfotografie" richtet am 17. und 18. Mai ein Symposium zum Thema "Images in Conflict" aus. Ziel des Symposiums ist es, in einen Austausch über zeitgenössische Praktiken über Bilder aus Konfliktregionen zu treten. Dabei treffen Expert_innen aus Theorie und Praxis aufeinander um in einen Diskurs über visuelle Zeugenschaft und emotionale Überzeugungskraft zu treten. Gäste sind unter anderem Geert van Kesteren, Dr. Vera Brandner, Prof. Adam Bromberg, Philipp Müller, Stephen Mayes, Santiago Lyon  und andere. Ich werde dort aus einer Akteursperspektive über den internationalen Fotojournalismus in Israel/Palästina sprechen Parallel zum Symposium wird in der "GAF – Galerie in der Eisfabrik" in Hannover eine Ausstellung zum Thema mit Arbeiten von Christoph Bangert, Edmund Clark, Harun Farocki, Ziyah Gafić, und anderen eröffnet.

Hier ein Auszug aus der Ankündigung der Veranstalter_innen:

"Bilder im Konflikt: fotografische und filmische Bilder von Krisen- und Konfliktsituationen verändern sich in Ästhetik und Gebrauchsweisen – und geraten damit selbst ins Visier. Zum einen haben sich im Zuge der digitalen Entwicklungen die BildproduzentInnen und Distributionskanäle von Bildern vervielfältigt. Das erweitert Perspektiven und ermöglicht neue Erzählformen. Zum anderen geht damit eine Erschütterung des klassischen bildjournalistischen Selbstverständnisses einher. Die Konkurrenz der visuellen Strategien sucht das Affektpotential der Bilder zu steigern. Zugleich wird hinterfragt, inwieweit Fotografien noch als Zeugnisse wirken können. Sie bewegen sich im Spannungsfeld von Wahrheitsansprüchen zwischen Authentizität, Objektivität und Propaganda. Ihre Kontextualisierungen und Rahmungen stellen Bedeutungen her – und erfordern Reflexion".

Veranstaltungsort des Symposiums ist das Auditorium in der Hochschule Hannover, Expo Plaza 2, 30539 Hannover. Die Vorträge finden teils in englischer (e), teils in deutscher (d) Sprache statt. Ein Dolmetscherservice wird auf vorherige Anfrage angeboten. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung per email unter: image-matters@hs-hannover.de wird gebeten. Das komplette Programm findet sich auf der Webseite "Images Matter" die in Zukunft als Onlineplattform zu Thema ausgebaut werden soll.

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Eine neue Art der Kriegsfotografie


Der deutsche Fotograf Christoph Bangert fotografierte in Krisenländern wie Afghanistan, Pakistan und dem Irak. 2014 hat er mit seinem Fotoband "War Porn" für Aufsehen gesorgt. Darin zeigte der deutsche Fotograf Bilder, die den meisten Redaktionen zu drastisch waren, um sie zu veröffentlichen. Jetzt hat Bangert im Frühsommer mit einem zweiten Fotobuch nachgelegt.

Die Badische Zeitung schreibt folgendes über das neue Buch:

"Der Kölner Fotograf Christoph Bangert liebt abstruse Bilder. Bangert, der als Kriegsreporter im Auftrag der New York Times, des Stern und der Neuen Zürcher Zeitung in den Spannungsgebieten des nahen Ostens, im Irak oder in Afghanistan unterwegs war, fand an den Schauplätzen der Gewalt auch allerlei Kurioses."


Bei Spiegel Online wird der Band folgendermaßen kommentiert:

"Es gibt keine guten Seiten von Krieg, erst recht keine lustigen. Keine Pointe. Doch so einfach lässt sich das Narrativ nicht in Gut und Böse teilen, nicht in Täter und Opfer, und auch nicht in Leid und Glück. Trotz des Horrors gehören auch absurde Momente zur Realität der Soldaten im Irak und in Afghanistan"


In einem Text der Deutschen Presse-Agentur der in verschiedenen Tageszeitungen wie die Welt oder Augsburger Allgemeine veröffentlicht wurde heißt es:

"Mit seinen Bildern ruft er sich auch selbst vergessene Momente zurück in Erinnerung. Und sorgt dafür, dass sie auch von anderen erinnert werden. Sein Wunsch: Die Bilder irgendwann im Irak auszustellen, eine Party zu feiern, wenn dort das normale Leben wieder Überhand gewinnt. «Denn nirgendwo ist immer Krieg.»"


Über das Betrachten von Bangerts Bildern im Fotobuch sagt Sigrid Fischer in Corso beim Deutschlandfunk:

"hello camel" ist ein Ergebnis dieses Abenteuertrips von Christoph Bangert, so heißt sein neuer Fotoband, im Kehrer Verlag erschienen, sehr schön gestaltetes Buch mit tollem Einband. Und, ja, die Fotos dort zu sehen ist noch mal ein ganz anderer Effekt als sie im Internet zu sehen, da hat man natürlich auch Fotos, auf Ihrer Seite, aber das kann man nicht vergleichen."



Auf die Frage von Hendrik Haßel in einem Interview mit der Wochenzeitung "Freitag" wie er zum Begriff des Kriegsfotografen stehe, antwortete Christoph Bangert:

"Wenn man von Kriegsfotografen spricht, wird es sehr schnell emotional. Man wird dann zum Helden gemacht, der die Welt rettet und Kriege beendet. Das finde ich völlig überzogen."


Ein weiteres aufschlußreiches Interview mit Christoph Bangert führte Gesa Ufer für Deutschlandradio Kultur.


Ausstellung zu "Hello Camel"

Parallel zum Erscheinen des Buches war im Juni diesen Jahres zum ersten Mal auch eine Ausstellung mit Bangerts Bildern in der Freelens Galerie Hamburg zu sehen. Im September/Oktober war die Ausstellung in Bangerts Heimatstadt Köln zu Gast, ab Mitte Oktober ist sie im Kunstmuseum Singen zu sehen. Weitere Ausstellungstermine finden sich auf der Homepage von Christoph Bangert.


Das Hamburger Abendblatt führte folgendermaßen in die Ausstellung ein:

"Krieg ist schmutzig, blutig, bedeutet unvorstellbares Leid. Zuletzt erregte der Fotojournalist Christoph Bangert Aufsehen mit seiner Fotoserie "War Porn" (Kriegsporno), in der Gewalt, Tod und Zerstörung sehr präsent waren. In der Galerie Freelens ist nun eine andere, distanziertere Art seiner Kriegsfotografie zu sehen."


Der NDR hob in seiner Rezension eher auf das Umfeld der Präsentation und die Stimmung während der Vernissage ab und stellte dies in Zusammenhang mit dem Ausstellungsthema:

"Er will den Krieg so zeigen, wie wir ihn nicht zu sehen kriegen. Das absurdeste Bild des Abends war dann doch die Szenerie selbst. Menschen, die sich bei einem Glas Wein und angeregten Gesprächen Bilder von Menschen anschauen, die mit dem Krieg weiterleben. Auch das zählt zur Realität des Krieges, dass wir das Glück haben, ihn aus der Ferne zu betrachten, statt selbst zu erleben."


Eine ausführliche Bildergalerie zu "Hello Camel" hat der WDR veröffentlicht. Dort lässt sich gut ein Eindruck von Bangerts Fotografie erhalten. Erschienen ist das Buch wie bereits der Vorgänger "War Porn" im Kehrer Verlag (ISBN: 978-3-86828-683-0, 39,90 Euro). Bei Interesse ist das Buch auch direkt bei Christoph Bangert zu beziehen.

Dienstag, 4. Oktober 2016

Ein Rückblick auf WarOnWall


Dieser Tage geht die Ausstellung WarOnWall auf der Berliner East Side Gallery zu Ende, einem der letzten erhaltenen Teilstücke der Berliner Mauer. Damit hat der Berliner Fotograf Kai Wiedenhöfer nach seinem Projekt "WallOnWall" erneut in beeindruckender Weise den öffentlicher Raum der Hauptstadt mit dokumentarischer Fotografie bespielt und dem Syrienkrieg ein visuelles Denkmal gesetzt. Das Projekt bekam in den vergangenen Monaten ein relativ breites Medienecho, auf das an dieser Stell der Blick gelenkt werden soll.



Meine Rezension der Ausstellung im Neuen Deutschland startet mit den Worten: 

"Es ist schon beeindruckend: auf 360 Metern hat der Berliner Dokumentarfotograf Kai Wiedenhöfer das zur Spree weisende Reststück der Berliner Mauer an der East Side Gallery in Friedrichshain mit Bildern aus dem Syrienkrieg bestückt."

Über die Zielsetzung der Ausstellung und Kai Wiedenhöfers Motivation schrieb ich auf Qantara.de:

"Kai Wiedenhöfer will die Medienkonsumenten mit einem anderen Bild aus Syrien konfrontieren, wie sie es aus der alltäglichen Berichterstattung nicht gewohnt sind und ihre klassischen Sehgewohnheiten herausfordern"

In der Süddeutschen Zeitung schreibt Hannah Beitz über den Ort der Ausstellung:

"Eine verstörende Wirkung haben diese Bilder gerade an diesem Ort im Berliner Ausgehviertel Friedrichshain, den Touristen für leicht verdauliche Portionen deutscher Geschichte gepaart mit friedlicher Kiffer-Idylle an der Spree besuchen."

Sabine Vogel schrieb in der Berliner Zeitung über die Wirkung von Wiedenhöfers Bildern:

"Sie sind ein Appell: Denn Krieg, Geschichte, Politik sind keine Naturkatastrophen oder göttliche Strafen, alles ist menschengemacht kann durch politische Maßnahmen geändert werden".

Auf Al Jazeera Online beschäftigt sich Gouri Sharma mit der Beziehung der Ausstellung zur Geschichte Berlins:

"The images are not dissimilar to what Berlin would have looked like after World War II - a link Wiedenhofer mentions - and could help put the conflict in context for a European audience."

Im Teckbote, der Zeitungs aus Wiedenhöfers Heimatregion schreibt Katja Eisenhardt:

"Es geschehen Dinge, mit denen wir umgehen müssen. Wir leben in keiner Isolation“, sagt der Fotograf. Auch er persönlich habe durch die unmittelbare Konfrontation gelernt, wieder das mehr zu schätzen, was man eigentlich hat – sei es materiell oder die Freiheit selbst."


Ein spannender Videobeitrag der gut die visuellen Eindrücke eines Besuchs Open-Air Ausstellung wiedergibt stammt von Christina-Maria Küfner (DW). Und einen schönen Audiobeitrag zum Besuch an der Westsidegallery gibt es beim Inforadio des RBB.
Ein weiterer kurzer Videobeitrag der Druckerei, die die riesigen Plakate zur Verfügung stellte, gibt einen tollen visuellen Eindruck der Dimension der Ausstellung.


Verbunden mit der Ausstellung läuft auch eine Spendenkampagne für die von Kai Wiedenhöfer porträtierten Opfer des Syrienkriegs in Kooperation mit der Stern-Stiftung. Der Katalog zur Ausstellung ist im Verlag Kettler unter dem Titel „Syrian Collateral“ erschienen (ISBN: 978-3-86206-588-2, 25 Euro). Auf der Projektwebseite www.waronwall.org sind die Bilder ebenfalls zugänglich.

Samstag, 6. August 2016

Webvideos „This is Conflict“


Was wir als Konsumenten kennen, sind die Bilder. Bilder aus Krisen und Kriegen, von Katastrophen und Konflikten. Sie geben uns einen kleinen Einblick in das, was direkt neben uns oder weit entfernt passiert. Diejenigen die diese Bilder machen, kommen selten zu Worte, ebenso wie wir nur selten mehr darüber erfahren, wer die Menschen auf den Bilder sind. Einen kleinen Einblick gibt es mit der Dokumentation „This is Conflict“.

Eigentlich sind es sechs Interviews mit Fotografen, die der amerikanische Filmemacher Nick Fitzhugh zu einem kleinen ca. 35 minütigen Film zusammengefügt hat. Jedes der Interviews ist an einem anderen Ort aufgenommen, in den USA, Kenia oder Mexiko. Darüber hinaus leben die kurzen Clips, die im Internet auch einzeln abrufbar sind, von den Bildern der Fotografen, die zur Visualisierung und zur Illustration einzelner Geschichten genutzt werden. Produziert wurde der Film für den Streamingdienst Netflix von Fitzhughs Produktionsfirma Refix..


CONFLICT: Miniseries from redfitz on Vimeo.


Die für das Projekt interviewten Fotografen sind Robin Hammond, Joao Silva, Donna Ferrato, Pete Muller, Nicole Tung und Eros Hoagland. Der Film lebt von ihren emotionalen Erzählungen über ihr Tun, über ihre Motivationen, ihr Scheitern und ihre Verluste. Dabei sind es ganz unterschiedliche Konflikte, die sie fotografisch dokumentieren. Auch wenn es viel um klassische kriegerische Konflikte geht, gibt es auch andere Themen wie die Folgen sexualisierter Gewalt, deren Dokumentation das Lebenswerk der amerikanischen Fotografin Donna Ferrato ist.

Sie wirken sympathisch und verletzlich, die sechs interviewten Fotografen, nicht wie Draufgänger. Bei Eros Hoagland war schon der Vater als Fotograf in den Bürgerkriegen Lateinamerikas unterwegs. Als Eros 15 war, verlor der Vater sein Leben in El Salvador. Noch in den Zwanzigern verlor Nicole Tung ihren Freund Chris Hondros in Lybien und ihren Kumpel Jamels Foley in Syrien. Diese Schilderungen sind die emotionalsten Momente im Film. Da merkt man, wie nah der Job jedem und jeder Einzelnen geht.

Zu Beginn jedes Films laufen in kurzer Zeit Dutzende Bilder mit dem Klickgeräusch der Kamera ab. Es soll wohl die Bilderflut symbolisieren, einen Hinweis auf die Tausenden und Abertausenden von Bildern geben, welche die Fotografen jährlich produzieren. Gleichzeitig werden einige Bilder als Stils gezeigt, dienen als Aufhänger für Geschichten, was etwas Ruhe in den Film bringt und die Bilder lebendig werden lässt.

Einige der Aussagen der Fotografen geben zu denken. So sagt der Südafrikaner Joao Silva: „I could be on the other side of the camera. It’s just a matter of geography“. Damit setzt er sich auf Augenhöhe mit den Fotografierten, nivelliert mögliche Unterschiede. Und Pete Muller, der in Kenia lebt, zerstört den Mythos des Kriegsfotografen in dem er sagt: „I am a conflict photographer, but I am not a combat photographer“. Er führt weiter aus, dass er an den Bildern hinter dem Schlachtfeld interessiert ist, was der Film eindrücklich zeigt.

Es gibt auch eine Webseite zum Film "This is Conflict" mit den Bios der Fotografen. Auf den sozialen Medien ist das Projekt unter dem Hashtag #thisiconflict auf Twitter, Facebook und Instagram zu finden.

Mittwoch, 6. April 2016

Fotografische Flussreise in Mexiko


Mexiko ist eines der größten Länder Lateinamerikas mit einer sehr reichhaltigen Naturlandschaft. Dem Aspekt des Wassers und der Flüsse hat sich der mexikanische Dokumentarfotograf Eniac Martinez angenommen. Die dazugehörige Ausstellung „Rios“ ist zurzeit im Fotografiemuseum „Centro de la Imagen“ in Mexiko Stadt zu sehen.

Blick in die Ausstellung im "Centro de la Imagen"
Es sind Bilder von großer Schönheit und hoher dokumentarischer Qualität und Tiefe die Eniac Martinez bei zahlreichen Reisen durch Mexiko entlang verschiedener Flußläufe zusammengetragen hat. Er zeigt auf, wie vielfältig die Nutzung der natürlichen Flußläufe ist: Menschen beim Spielen und Waschen im Fluss sowie die Nutzung für Transport und Freizeitaktivitäten. Er zeigt aber auch die Naturgewalt in Form und Überschwemmungen auf und legt auf eindrucksvolle Art und Weise das Problem der Gewässerverschmutzung offen.

Die Ausstellung im „Centro de la Imagen“ ist sehr umfangreich und besteht aus Dutzenden Fotografien die Martinez seit 2010 zusammengetragen hat. Es ist eine Mischung aus Schwarzweiß- und Farbfotografien, in unterschiedlichen Formaten, die jeweils den dargestellten Themen angepasst sind. Details sowie Übersichten geben ganz unterschiedliche Einblicke. Auf Bildunterschriften wird verzichtet, aber die Bilder sind zum Großteil selbsterklärend.

Blick in die Ausstellung im "Centro de la Imagen"
Eniac Martinez, Jahrgang 1959, ist einer der wichtigsten Dokumentarfotografen des Landes. Einen Namen gemacht hat er sich über aufwendige dokumentarische Projekte wie z.B. über die Mixteken in Mexiko. Für die Leiterin des Centro de la Imagen, Itala Schmelz, überzeugte an seiner aktuellen Arbeit vor allem, dass dahinter ein Blick mit großer Autorenschaft steht, der weit über klassische fotojournalistische Positionen hinausgeht.


Zum Projekt „Rios“ gibt es eine eigene Webseite, auf der die gesamte Arbeit präsentiert wird. Zur Ausstellung gibt es des Weiteren einen kleinen Guide (auf Spanisch) der über die Webseite des „Centro de la Imagen“ beziehen ist. Weitere Projekte von Eniac Martinez sind über seine Webseite einzusehen. Die Ausstellung im „Centro de laImagen“ läuft noch bis zum 10. Juli 2016.

Links zur Ausstellung:
http://eniacmartinez-rios.com/
http://www.eniacmartinez.com/
http://centrodelaimagen.cultura.gob.mx/centro-de-la-imagen/exposiciones/2016/rios.html
http://centrodelaimagen.cultura.gob.mx/centro-de-la-imagen/exposiciones/2016/rios/guia-rios.pdf
http://www.fundacionpedromeyer.com/china/emartinez/index.html