Freitag, 18. Mai 2018

Rezensionen zu "Fotoreporter im Konflikt"

In den vergangenen Monaten sind dankeswerterweise einige tolle und zumeist sehr positive Rezensionen meiner im transcript Verlag erschienenen Publikation "Fotoreporter im Konflikt - Der internationale Fotojournalismus in Israel/Palästina" erschienen.


Für die Zeitschrift "Publizistik" hat Kathrin Schleicher von der TU Ilmenau das Buch in einem ausführlichen, zweiseitigen Text besprochen. Beeindruckt zeigt sie sich davon, dass die Arbeit "in mehrere Forschungslücken stößt". Lobend erwähnt sie, dass die befragten Fotoreporterinnen immer wieder zitiert werden und ihnen damit eine Stimme verliehen wird. Sie beendet den Text mit folgendem Kommentar:

"Basierend auf den Ergebnissen bildet Koltermann im vorletzten Kapitel seines Buches eine Typologie fotojournalistischer Akteure, um deren individuelle Handlungsspielräume beschreiben zu können. So unterscheidet er beispielsweise zwischen dem „News Runner“ und dem „Geschichtenerzähler“ (S. 403 ff.). Ob die vorgeschlagene Typologie freilich das Potential hat, über das Fallbeispiel hinaus Bestand zu haben, müssen weitere Studien klären. Gleichwohl hat Felix Koltermann eine gelungene Dissertation zur Fundierung weiterer Forschung über die Tätigkeit von FotojournalistInnen vorgelegt, die der Kommunikationswissenschaft ebenso zuarbeitet wie der Konflikt- und Friedensforschung und daher auch über die Fachgrenzen hinaus rezipiert werden sollte".

Clemens Ronnefeldt, Referent für Friedensfragen beim Bund für soziale Verteidigung hat das Buch für die Zeitschrift "Wissenschaft&Frieden" rezensiert. Er hebt "das große Bemühen des Autors, beiden Seiten des Nahostkonfliktes gerecht zu werden" hervor und schließt seinen Text folgendermaßen:

"Ein großes Verdienst des Autors liegt darin, dass er die Auswirkungen von Herrschafts- und Machtstrukturen auf den Fotojournalismus deutlich herausgearbeitet hat. Er beschreibt Fotoreporter*innen aus einer konfliktwissenschaftlichen Perspektive als Akteur*innen im Konflikt und aus einer kommunikationswissenschaftlichen Sicht als kommunizierende Akteur*innen. Diese Doppelperspektive darzustellen, gelingt ihm hervorragend".

Daniel Beck, wissenschaftliche Hilfskraft im Masterprogramm "Peace and Conflict Studies" der Universität Magdeburg schreibt in seiner Besprechung für das Journal Conflict&Communication Online folgendes:

"In einer von Arbeiten zu Repräsentation dominierten Forschungslandschaft bietet die Arbeit neue Erkenntnisse für das Verständnis der Akteure hinter den visuellen Produkten und deren Umgang mit dem Konflikt. Auch die Rolle der unterschiedlichen Agenturen sind fachkundig erläutert. Dabei erhält der Leser auch systematisches Wissen über die Funktionsweise der globalen Vermarktung der visuellen Produkte. Vor allem die Darstellung der Prozesse und Strukturen von der Entstehung, Selektion und Publikation der visuellen Produkte ist sehr aufschlussreich."

Für das "Global Media Journal" hat Julia Lönnendonker von der TU Dortmund eine weitere Rezension verfasst hat. Hier Ihr Fazit:

"Abschließend lässt sich sagen, dass Koltermanns umfangreiches Werk vor allem durch seine theoretische Fundierung und die detaillierte Begründung seiner empirischen Vorgehensweise hervorsticht. Die Arbeit ist klar nachvollziehbar aufgebaut, gut lesbar und die tabellarische Darstellung der heterogenen Ergebnisse vereinfacht an vielen Stellen das Leseverständnis."

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